Online-Ausstellung

150 Jahre

Wiederaufbau der Hamelner

St. Bonifatius-Kirche

Aus der Grafik-Sammlung des Museums Hameln

 

Grundriss der Münster-Kirche zu Hameln

N.N., 1850

Die blauen Linien auf dem Grundriss bezeichnen das Verstärkungsprojekt von 1842 zur Erhaltung der Nordmauer. Die roten Linien geben die für 1850 geplante Sanierung der Nordmauer an. Die rot gezeichneten Pfeiler sind ein Hinweis darauf, dass auch die Gewölbe erneuert werden sollen.

Dieser Entwurf wird erstellt, lange bevor die eigentliche Renovierung beginnt.

Grundriss zum Umbau der Münsterkirche zu Hameln

A. Buchholz, 1850

Dieser Grundriss entspricht den gelpanten Umbauten der vorherigen Zeichnung. Die beiden Fassungen sind Entwürfe aus einer Zeit lange bevor die eigentliche Renovierung beginnt. Die rot gezeichneten Pfeiler sind ein Zeichen dafür, dass auch Gewölbe erneuert werden sollen.

Die Grundrisse entsprechen weitgehend der Planung, die Conrad Wilhelm Hase ab 1870 umsetzt.

Längen-Profil des Mittelschiffs

A. Buchholz. 1850

Das Längen-Profil stammt aus der Zeit um 1850 und zeigt ein nicht ausgeführtes Projekt: Der Chor ist abgerissen und ein kleines Türmchen aufgesetzt. Bereits lange vor 1870 werden also verschiedene Szenarien für den Wiederaufbau der Münsterkirche St. Bonifatius diskutiert.

Aufriss zur Wiederherstellung der Münsterkirche zu Hameln

A. Buchholz, 1850

Entwurfszeichnung mit Ansicht der Münsterkirche von Norden aus der Zeit um 1850. Wie in der vorherigen Zeichnung ist der nicht ausgeführte kleine Turm zu erkennen.

Plan der Kanzel

Conrad Wilhelm Hase, um 1870

Hase begründet die sogenannte Hannoversche Schule, die ausschließlich mittelalterliche, gotische Bauformen verwendet. Seiner Meinung nach sind sie für kirchliche Bauten am besten geeignet.

Plan der Kanzel

Conrad Wilhelm Hase, um 1870

Hase erkennt die Wichtigkeit der Pflege historischer Bausubstanz und wird zum Vorreiter der Denkmalpflege im norddeutschen Raum.

Die sehr filigranen Zeichnungen sind typisch für Hase.

Westturm (Querschnitt)

Conrad Wilhelm Hase, 1870

Die Bauzeichnungen von Hase werden dem Ministerium für Handel und Gewerbe am 18. Oktober 1870 vorgelegt und am 22. Mai 1871 als revidiert genehmigt. Die Vorlage erfolgt in Berlin, da der Staat Mittel zur Renovierung zur Verfügung stellt. Die traditionelle Farbe für Äußerungen eines Ministeriums auf vorgelegten Zeichnungen oder Berichten ist auch heute noch: Rot.

Am unteren Rand ist die Unterschrift von Conrad Wilhelm Hase erkennbar.

Westturm (Treppenaufgang zur Orgelempore)

Conrad Wilhelm Hase, 1870

Das Hamelner Münster St. Bonifatius ist eine in unterschiedlichen Baustilen errichtete Kirche. Charakteristisches Merkmal sind die zwei Türme: der achteckige Vierungsturm und der querrechteckige Westturm im romanischen Stil.

Der Vierungsturm ist baufällig und wird 1744 durch eine barocke Haube mit Laterne ersetzt. Die Glocken sind jetzt im Westturm. Dieser wird 1756 aufgestockt und durch Hase schließlich mit neuromanischen Bauteilen erneuert.

Westturm (Querschnitt)

N.N., o.J.

Lore ipsum

Westturm (Grundriss)

N.N., o.J.

Lore ipsum

Blick auf das Münster St. Bonifatius von Süden

N.N., o.J.

Die Zeichnung zeigt die Südseite der Münsterkirche mit zahlreichen nicht ausgeführten Einzelheiten.

Blick in das südliche Querschiff

N.N., o.J.

Der Blick in den Kirchenraum zeigt einen Entwurf aus der Zeit der Instandsetzung durch Conrad Wilhelm Hase, der so nicht ausgeführt wird.